Zum Internationalen Tag gegen Rassismus

Informationen zur Veranstaltung

Startdatum: 21. März 2026 - 00:00

Enddatum: 21. März 2026 - 23:59

Antirassismusarbeit vor Ort stärken – durch Community-basierte Beratung!

Seit nunmehr 60 Jahren wird am 21. März der internationale Tag gegen Rassismus begangen. 1966 von den Vereinten Nationen als Reaktion auf das Massaker von Sharpville im damaligen Apartheidsstaat Südafrikanische Union ausgerufen, hat dieser Tag leider bis heute seine traurige Berechtigung:
Weltweit erleben Angehörige von Minderheiten täglich Rassismus – in Form von Mikroaggressionen im Alltag bis hin zu gewaltsamen Übergriffen und Tötungen.

Auch in Deutschland begehen wir diesen Tag mit zahlreichen Aktionen, um Aufmerksamkeit für diese gewaltsame Form der strukturellen Diskriminierung zu schaffen. Erst jüngst veröffentlichte das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt der Universität Leipzig die Ergebnisse einer breit angelegten Verbundstudie zu institutionellem Rassismus in Behörden und Bundeseinrichtungen. 

Sie zeigen: Rassismus ist in vielen Arbeitsabläufen, Entscheidungsprozessen und in den individuellen Einstellungen von Mitarbeitenden strukturell verankert.

Es verwundert daher nicht, dass laut Nationalem Diskriminierungs- und Rassismusmonitor NaDiRa des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) bei Betroffenen von Diskriminierung das Vertrauen in staatliche Institutionen sinkt.

Deshalb begrüßen wir es als BV NeMO sehr, dass die Antirassismusbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Natalie Pawlik, das bundesweite Verbundprojekt Community-basierte rassismuskritische Beratung (CbB) durch lokale Migrant*innenorganisationen für eine weitere Förderperiode bis Ende 2028 finanzieren wird.

Mit zwölf Standorten in sechs Bundesländern ist der BV NeMO mit dem Projekt  weact – Community-basierte rassismuskritische Beratung Teil des Verbundprojekts und führt vor Ort fachlich qualitative Beratungen für Betroffene von Rassismus durch, klärt zu dem Thema lokale Partner*innen vor Ort auf und baut kontinuierlich die Verankerung in Communities und lokale Netzwerke aus.

Wir freuen uns, mit der neuen geteilten Projektleitung zusammen mit Dr. Pegah Byroum-Wand und Marwa Al-Radwany das Projekt Weact. Community-basierte rassismuskritische Beratung mit frischem Elan weiterzuführen.