das projekt

weact

Rassismus entgegentreten und diskriminierungsfreie Gesellschaft mitgestalten

Warum braucht es weact?

Viele Menschen erleben Rassismus im Alltag: in der Schule,
am Arbeitsplatz, bei Behörden oder auf dem Wohnungsmarkt.

Gleichzeitig fehlen Angebote von
Berater*innen mit Erfahrungswissen, die mehrsprachig und rassismuskritisch arbeiten. Genau hier setzt weact an.

weact bietet daher an elf Standorten bundesweit Beratung
an für Menschen, die von Rassismus betroffen sind.

weact arbeitet mit lokal verankerten
Migrant*innenorganisationen und Community-Strukturen
zusammen. Sie kennen die Situation vor Ort, genießen
Vertrauen in ihren Communities und sorgen dafür, dass
Ratsuchende die Unterstützung erhalten, die sie brauchen.

weact ist Teil eines bundesweiten Netzwerks communitybasierter
Antirassismusberatung.

Gemeinsam mit weiteren Trägern gibt es deutschlandweit 28 Anlauf- und Beratungsstellen für Menschen, die von Rassismus betroffen sind.

Wer ist weact?

weact ist ein Netzwerk von elf rassismuskritischen Anlauf- und Beratungsstellen in Deutschland. Wir unterstützen Menschen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind – vertraulich, parteiisch und mehrsprachig.

Was ist das Ziel von weact?

weact baut community-basierte rassismuskritische Anlauf- und Beratungsstellen auf und professionalisiert diese. Das Netzwerk besteht aus 13 tragenden Organisationen, vorwiegend in kommunalen Migrant*innenorganisations-Verbünden, an elf Standorten in sechs Bundesländern.

Was genau macht weact?

Elf community-basierte rassismuskritische Anlauf- und Beratungsstellen leisten Erst- und Verweisberatung – die niedrigschwellige Einstiegsunterstützung – für getroffene Personen vor Ort. Dabei werden laufend Qualitätsstandards weiterentwickelt, um Rassismus und Diskriminierungen effektiver bekämpfen zu können. Wir treiben dabei die lokale, kommunale Verankerung und Netzwerkarbeit im Sinne der Getroffenen voran.

Was macht die community-basierte rassismuskritische Beratung aus?

Wir sind:

Machtkritisch

Bei uns bestimmen Ratsuchende das Setting mit – zum Beispiel, wo die Beratung stattfindet. Wenn wir über Dein Anliegen sprechen, denken wir Machtverhältnisse mit.

Intersektional

Wir denken mit, dass du aufgrund verschiedener, teils zugeschriebener, Merkmale von Rassismus oder Diskriminierung getroffen sein kannst.

Parteiisch/solidarisch

Wir sind immer auf deiner Seite. Wir begleiten und unterstützen dich dabei, einen Umgang mit deinen Erfahrungen zu finden.

Vertrauensvoll

Was du mit uns teilst, bleibt in unseren Räumen. Wir geben deine Daten nicht weiter und werden nur tätig, wenn du es möchtest.

Mehrsprachig

Bei Bedarf kann die Beratung in der Sprache deiner Wahl stattfinden.

Ortsnah

Wir beraten dich, wie du es möchtest. In unseren Beratungsräumen telefonisch, per E-Mail oder aufsuchend.

Kostenfrei

Für die Beratung fallen für dich keine Kosten an.

Was macht weact noch?

Wir schaffen eine solide Datenbasis, um rassistische
Vorfälle zu dokumentieren. Mit einheitlichen Standards für
Monitoring können wir neben diesen Daten auch die
Entwicklungen rassistischer Diskriminierung abbilden.
Außerdem organisieren wir Workshops, Fachgespräche und
Dialogveranstaltungen.

Gemeinsam mit Migrant*innenselbstorganisationen, Communities und kommunalen Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft entwickeln wir Strategien, um rassistische und diskriminierende Strukturen
abzubauen und unsere Beratungsangebote langfristig vor Ort zu verankern.

Für wen ist weact?

weact richtet sich an Menschen, die Rassismus erleben oder erlebt haben. Wir stärken Betroffene darin, ihre Erfahrungen ernst zu nehmen und ihre Rechte
wahrzunehmen. Gleichzeitig arbeiten wir mit Kommunen,
Behörden und Institutionen zusammen, um rassistische
Strukturen abzubauen und Veränderungen vor Ort anzustoßen.

weact- Beratungsstellen

Augsburg

Zusammenschluss Augsburger Migranten(selbst)organisationen e. V. (ZAM e.V.)

Bielefeld

Bielefelder Netzwerk der Migrantenorganisationen (BiNeMo e.V.)

Bochum

Bochum Network of Migrant Organizations e.V. (Bonem e.V.)

Hannover

Prisma Queer Migrants e.V.

Köln

Kölner Verbund der Migrantenorganisationen e.V. (KVMO e.V.)

Lübeck

Interkulturelle Begegnungsstatte e. V. – Haus der Kulturen (Haus der Kulturen)

Mannheim

Hildegard Lagrenne Stiftung

Münster

Netzwerke von Migranten- Initiativen und Selbshilfeorganisationen (NeMIS e.V.)

Neumünster

Sinti Union Schleswig-Holstein e.V. (SintiUnionSH)

Nürnberg

Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY)

Völklingen

Haus Afrika e.V.

Nimm Kontakt zu uns auf!

Für alle Beratungssuchende bieten wir kostenfreie Erst- und Verweisberatungen – die niedrigschwellige Einstiegsunterstützung – telefonisch, persönlich, anonym, per Videocall, per E-Mail oder via Chat an. Beratungen in folgenden Sprachen sind möglich:

NeMO

Der Bundesverband Netzwerke von Migrant*innenorganisationen e.V. (NeMO) ist der Dachverband von über 750 Vereinen, die sich in 21 Verbünden zusammengeschlossen haben. Sie sind in 10 Bundesländern aktiv. Seit Januar 2014 engagiert der Bundesverband NeMO sich für die Belange seiner Zielgruppen: Er organisiert im gesamten Bundesgebiet nachhaltige Strukturen und Instrumente, um teilhabepolitische und antirassistische Expertise personenunabhängig aufzubauen. Die Strukturen sind dynamisch und basisdemokratisch: Vertreter*innen der einzelnen Verbünde werden in den neunköpfigen Vorstand gewählt. Dieser lenkt die bundesweite Verbandsarbeit strategisch. Auf operativer Ebene ermittelt der Bundesverband NeMO den Bedarf der einzelnen Verbünde, reflektiert Erreichtes und setzt neue Vorhaben um. Dies ist die Aufgabe des geschäftsführenden Vorstands aus drei Personen.

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